Über das Buch Daniel gibt es bereits eine ganze Reihe von systematischen und ausführlichen Auslegungen.[1] Die beiden hier vorzustellenden zielen eher auf den Alltag des Christen ab. Zentrales Thema von Erfolgreich überleben in Babylon ist es, wie man in einer nachchristlichen, heidnischen, gottlosen Kultur überleben kann. Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt: 1. Daniels Geschichte, 2. Vorbereitet für den Kampf, 3. Hoffnung: Wo der Mut geboren wird, 4. Wie man sich Glaubwürdigkeit verdient, 5. Weisheit: Die Kraft einer Perspektive. Als wesentliche Themen behandelt es unter anderem, dass Panik und Verzweiflung niemals von Gott sind, inwiefern echter Optimismus gerechtfertigt ist, wie Demut wirkt und wie notwendig Respekt und Weisheit sind. Zur Verdeutlichung und Illustration einiger Argumentationsmuster werden auch andere biblische Personen hinzugezogen. Der Stil grenzt in Teilen an die Umgangssprache und hat eine gewisse Nähe zum Plauderton.
Das Buch von Begg möchte ebenfalls Gläubige ermutigen, inmitten von Unrecht in den Herausforderungen der heutigen Kultur ein gottgemäßes Leben im Vertrauen auf Gott zu führen. Dabei behandelt der Autor in den einzelnen Kapiteln z.B. folgende Themen: Die eigenen roten Linien ziehen, Bleiben Sie zuversichtlich, Gott gehorchen – ungeachtet aller Konsequenzen, Sagen Sie ihre Meinung – weil Gott groß ist, Hinter die glitzernde Fassade schauen, Gut dienen, Standhaft bleiben, Fassen Sie Mut, Gott siegt und Jesus herrscht.
Beide Bücher sind gut gegliedert, leicht verständlich geschrieben, glaubensstärkend und können daher empfohlen werden. Folgendem Urteil Larry Osbornes kann man sich nur anschließen: Daniel „wusste, dass alles gut werden würde. Er wusste, dass Gott nicht nur denjenigen in der Hand hat, der zu bestimmen hat, sondern auch alles, was ihm, Daniel selbst, passierte. Und wenn Gott alles in der Hand hielt, gab es keinen Grund zur Panik – auch wenn er manchmal keine Ideen hatte, was Gott tun wollte.“ „Er hat nie seine irdische Sicherheit den himmlischen Schätzen vorgezogen. Er hat nie Gottes Macht und Güte aufgrund des zeitlichen Erfolgs von Babylon beurteilt. Und er hat auf die Sünde um ihn herum konsequent mit dem auf Erlösung ausgerichteten Herzen Gottes reagiert“.
Jochen Klein
[1] So z.B. die von John Lennox, Benedikt Peters und Werner Mücher; vgl. die Rezension auf www.denkendglauben.de

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